Neue Angriffsmuster bei Zugriffen auf die Webseite

  • in unseren Log-Protokollen habe ich heute ein neues Muster eines Angriffsversuches erkannt. Hierbei wird in diversen Wellen versucht, Informationen über eventuelle *.rar und *.zip Dateien zu erlangen. Details im nachfolgenden Quelltext:

    vorstehend ist nur ein Auszug des Gesamtprotokolls zu sehen. Die IP-Adresse ist einem chinesischen Provider zuzuordnen, die Sperrung erfolgt über folgenden Eintrag in der .htaccess:

    Code
    # Beginn Aussperrung nach IP-4-Adressen
    order allow,deny
    allow from all
    deny from 120.25.153.19

    Da dieses Angriffsmuster erheblich von den üblichen /GET wp-*,php , /GET dump.sql oder /GET Administrator.. abweicht, haben wir diesen unauthorisierten Zugriff direkt an das BSI gemeldet. Falls Ihr in eurem Log ebenfalls Zugriffsversuche von der IP-Adresse 120.25.153.19 gehabt habt, die diesem Muster ähneln, zeigt dies bitte bei meldestelle@bsi.bund.de an.

    Nachtrag: Da das Backup von Zeta-Projekten wahlweise auch im Root-Verzeichnis des Servers gespeichert wird in der Form ***.zip gespeichert wird, besteht hier zumindest theoretisch eine Schwachstelle. Ich suche mal nach einer entsprechenden Sperranweisung für die .htaccess. Falls spontan ein anderer User diese schon griffbereit hat, bitte posten.

  • Mir ist völlig unklar, was es Dir für Vorteile bringt, das alles zu dokumentieren und auch noch zu melden.

    Die Betreiber der Botnetze, die das verursachen, werden nie aufgespürt oder gar bestraft werden.

    Du hast viel Arbeit und keinerlei Verbesserung.

    Wo genau liegt hier mein Denkfehler?

  • Hallo Uwe,

    Grundsätzlich gebe ich dir Recht, es ist ein Kampf gegen Windmühlen. Auf unseren "geschützten Bereichen" sowie in serverbasierten Anwendungen unter anderen Domains liegen aber personenbezogene Daten, die nach BDSG sogenannte "sensible Daten" sind, wenn es da zu einem Leak kommt, habe ich die A-Karte gezogen, wenn ich nicht nachweisen kann, alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet zu haben.

  • Ich würde auch keine weitere Zeit darauf verschwenden, meine Serverlogs nach solchen Einträgen zu durchforsten und den Focus lieber darauf legen, mich um die generelle Sicherheit des Systems (aktuelle Patchlevel etc.) zu kümmern und darauf zu achten, dass die User keine "Leaks" selbst anlegen.

    Wenn man im Nachhinein auf Einträge im Log reagiert, ist es doch eh meist schon zu spät. Oft werden durch derartig erstellte Regeln auch IPAdressbereiche von ganz normalen Usern blockiert.

    Besser ist es IMHO z.B. auf dem laufenden zu bleiben, was aktuelle Schwachstellen betrifft und dann z.B. den eigenen Server proaktiv nach Dateien wie "dump.sql" zu durchsuchen, bevor es andere tun etc.

    Freundliche Grüße
    Stefan S. (Zeta Producer-Support)

  • Hallo Thomas,

    So viele Versuche mit einer und der selben IP?
    Bei mir habe die höchstens zwei Versuche, dann wird geblockt.

    Ich habe diesen Monat mehr als 450 unerwünschte Zugriffe registriert

    Freundliche Grüße

    Andre G. (Zeta Producer-Anwender)

  • Hallo André,

    wenn ich das 1&1 CDN (verteilte Server) aktiviere, werden die auch automatisch geblockt. Die Abwicklung erfolgt jedoch über Cloudflare, einen amerikanischen Anbieter mit Spiegelung der Seiteninhalte auf ca. 30 Servern weltweit. Es gibt seitens des Anbieters keine Konformitätserklärung, dass Speicherung und Zugriff auf die Inhalte der Seite den Anforderungen nach BDSG oder EU-DSGVO entsprechen. Im internen Bereich haben wir aber solche personenbezogenen Daten, so dass die Verwendung des CDN als unkomplizierteste Sicherheitsmaßnahme ausfällt. Momentan tendiere ich dazu, die gesamten internen Bereiche auszugliedern in eine eigene Subdomain, dann könnte die Hauptseite über CDN geschützt werden. Dummerweise sind wir gegenwärtig bei Alexa stabil unter den TOP 500.000 weltweit gelistet, was natürlich auch Ungeziefer anzieht.

  • Nachtrag: Da das Backup von Zeta-Projekten wahlweise auch im Root-Verzeichnis des Servers gespeichert wird in der Form ***.zip gespeichert wird, besteht hier zumindest theoretisch eine Schwachstelle. Ich suche mal nach einer entsprechenden Sperranweisung für die .htaccess. Falls spontan ein anderer User diese schon griffbereit hat, bitte posten.

    Ähm sorry, aber was hat eine Backup-Zip von einem Zeta-Projekt auf einem Webserver zu suchen?

  • Redundanz (ist optional in den Backup-Einstellungen anwendbar).

    Freundliche Grüße
    Stefan S. (Zeta Producer-Support)

  • Moin,

    wenn dir dein Rechner abraucht und du sonst keine Sicherung(en) hast (hier schon oft vorgekommen), dann bist vielleicht froh dass dort ein Backup deines Projektes liegt

    Gruß wurzelsepp

  • Folgendes sollte eigentlich bei Apache Webservern in der .htaccess funktionieren um Zugriffe auf ZP Backups zu unterbinden:

    Code
    <Files ~ "\.zpautobackup\.zip$">
    Order allow,deny
    Deny from all
    </Files>

    Freundliche Grüße
    Stefan S. (Zeta Producer-Support)

  • Moin,

    wenn dir dein Rechner abraucht und du sonst keine Sicherung(en) hast (hier schon oft vorgekommen), dann bist vielleicht froh dass dort ein Backup deines Projektes liegt

    Für den Privatmann mag das vielleicht zutreffen. Dieser wird aber kaum einen eigenen Webserver betreiben, geschweige denn sich irgendwelche Log-Dateien anschauen und die Zugriffsstatistik nach möglichen Angreifern durchsuchen. Daher handelt sich wahrscheinlich um ein nicht privates Umfeld. Und wer dort einen Webserver als Backup-Medium für Zip-Dateien missbraucht und diese dann per .htaccess Dateien gegen unerlaubten Zugriff versucht zu schützen, der sollte sein Konzept zur Datensicherung generell mal überdenken.
    Die Projekte werden sicher auf einem Entwicklungsrechner erstellt. Diesem sollte ein Raid-System zu Grunde liegen, welches den Datenbestand spiegelt (1. Sicherung). Weiterhin bieten die meisten Festplattenhersteller eine kostenlose Version von True Image an, welche hervorragend zur Datensicherung auf externe Medien (USB, NAS usw.) geeignet ist (2. Sicherung, gegebenenfalls auch 3. Sicherung außer Haus, wenn die USB-Platte mit nach Hause nimmt bzw. das NAS in einer Zweigstelle stellt). Seine Sourcen kann man jedoch auch mit einer Quellcodeverwaltung bzw. einem Versionssystem wie Subversion gegen Datenverlust schützen, sei es jetzt auf einem Server im eigenen Firmennetz oder via Github oder ähnlichem im WWW (3. Sicherung, außer Haus). Und das schöne daran: dies kann jeder Privatmann auch so machen.

  • Alle Zeta Producer Nutzer betreiben implizit auch einen Webserver, da die Software ja kein Webhosting beinhaltet… Solchen Kunden hat das schon derart oft das komplette "Neuerstellen" der Website erspart, das können Sie sich nicht vorstellen. Ein Profi sollte natürlich seine Daten anders sichern. Das Sichern auf dem Webserver ist aber eine Option, die man ja nicht zwingend aktivieren muss. Selbst ohne .htaccess-Schutz ist es fast unmöglich die URL einer solchen Backup-Datei zu erraten.

    Freundliche Grüße
    Stefan S. (Zeta Producer-Support)

  • Solchen Kunden hat das schon derart oft das komplette "Neuerstellen" der Website erspart, das können Sie sich nicht vorstellen.

    Auf Eurem Hosting Server scheint Ihr die Backups aber auch nicht unbedingt zu mögen. ;)

    Code
    if (information.WantPublishToWebServer &&
        this._targetWriter.CanPublishToWebserver &&
        this._webProject.SettingsPublishing.PublishingServer != null &&
        this._webProject.SettingsPublishing.PublishingServer.WebPublishingProtocol != WebPublishingProtocolType.ProducerHosting)

    Man beachte das letzte "!=". Hust. :evil:

    Schönes WE. :P

  • Die Testmöglichkeit auf unserem Hosting ist nicht für den Produktivbetrieb geeignet.

    Deshalb soll uns dort auch kein Backup die Server "verstopfen".

  •  

    Deshalb soll uns dort auch kein Backup die Server "verstopfen".

     

    Aha. Bei mir ist es dann aber ok (wenn auch abwählbar)? :wacko:


    Bei kleinen Projekten mag es ja noch praktikabel sein, aber nicht für größe Projekte mit einer Größe vom Ausgabeverzeichnis von 300MB und mehr. Die Zip-Datei ist nur unwesentlich kleiner, sprich mit ihr wird das doppelte Kontingent an Webspace verbraten. Und für den Upload sollte man dann schon ne halbwegs fett Leitung haben.

    Trotzdem bleibe ich dabei: ein Webserver sollte ein abgeschottetes System sein, welches nur dem Zweck des Hostings der Website dienen sollte. Für Backupzwecke gibt es genug andere Lösungen. Zwei bietet Ihr ja mit Dropbox bzw. OneDrive schon als Option mit an.

    Grüße madas

  • auf die einfachsten Lösungen in Sachen Serversicherheit kommt man immer erst zu Schluss.

    Auf unserer "öffentlichen Seite" mit Zeta gemacht gibt es ja im Prinzip keine Angriffspunkte. Bestimmte Dateitypen werden über die .htaccess geblockt. Datenschutz ist hier primär das Verhindern des Bot-Zugriffes auf interne Bilder (in robots.txt bereits ausgeschlossen). Zusätzlich habe ich jetzt eine "Botfalle" mit Verbot einer bestimmten Datei, die nur an einer Stelle der Homepage mit "nofollow" verlinkt wird. Wenn ein Bot diese Seite betritt, ist er ein "bad-bot" der dann über IP-Adressbereich ausgesperrt wird. Als regionaler Verein kann ich auf 1 Mrd. Chinesen als Besucher verzichten.

    Auf unserer "Verwaltungsseite" mit integrierter Online-Mitgliederverwaltung machen wir die Schotten "komplett" dicht. Hier muss jetzt jedes zugriffsberechtigte Mitglied (Vorstand, Buchhaltung, Übungsleiter) die Seite einmalig mit den genutzten Geräten (Festnetz & Mobil) aufrufen. Anhand des Log-Protokolls gebe ich dann den Adressbereich über IP-Filter frei. Damit verbleiben zwar immer noch einige Millionen Anschlüsse in Deutschland, aber das Gros ist erstmal draußen.

    Letztlich ist der ganze Stress nur entstanden, weil durch zu starke SEO-Optimierung die Seite bei Alexa auf Platz 521115 weltweit gelandet ist und dementsprechend in der Alexa-Top-Million gelistet wurde. Zum Glück haben wir in den letzten 3 Monaten schon 11000 Plätze verloren, so dass der Albtraum bald vorbei ist.;)

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