Veranstaltungskalender ohne PHP? - Google Calendar einbinden

  • Hallo,


    ich hätte zwei Fragen.


    Gibt es eine Möglichkeit einen Veranstaltungskalender ohne PHP einzubinden? Wichtig wäre das man den extern, als Nicht Techniker, bearbeiten kann und er sich dann auf der Website automatisch aktualisiert wie der z. B. google Calender.


    Hier dann auch schon die zweite Frage: Kann man den Google Calendar noch ohne Bedenken in die Website per iframe integrieren wegen dem Datenschutz? Grundsätzlich werden da ja nur eigenen Termin dann veröffentlicht. Nur hat der Kalender noch den tollen Vorteil dass ein google User diese Termine einfach in seinen Kalender rüber kopieren kann. Keine Ahnung ob und wieviel Daten da auf der Website gesammelt werden :-(


    Vielleicht gibts ja auch eine Möglichkeit einen Exceldatei auf einer Website als Kalender hochzuladen?


    Danke für einen Tipp.


    Gruß

    gieri

  • Hallo Stefan,


    vielen dank für die Antwort.

    Ja die beiden Widgets kenne ich schon. Mit geht es darum dass ich kein PHP verwenden möchte, aber der User selbst die Termin einfach einpflegen kann.

    Für das CSM, damit er es machen könnte, brauche ich leider PHP.

    Am einfachsten wäre meine Meinung nach der google calender per iframe einbinden aber da weiß ich nicht ob man etwas wegen Datenschutz beachten muss. Eigentlich postet man ja nur seine eigenen Termin auf der Website, daher kann es ja nicht verboten sein. Der google Calendar wäre halt am sichersten da der nie eingestellt wird im Gegensatz zu einem kostenlosen Dienst.


    Gruß

    gieri

  • Ah, verstehe. Bei Zeta Producer gilt generell, wenn der User selbst aufwändigere Inhalte pflegen will, sollte es auch eine Lizenz kaufen und dies direkt in Zeta Producer machen. Per Online-CMS sind in der Praxis nur sehr einfache Inhalte möglich.

  • ob man etwas wegen Datenschutz beachten muss

    Hallo MaGie ,


    datenschutztechnisch ist es so, dass mit Aufruf der Seite, die den Google Kalender enthält, die IP-Adresse des Besuchers an Google übermittelt wird. Diese ist ein personenbezogenes Datum, also muss entweder berechtigtes Interesse des Seitenbetreibers oder aber eine Einwilligung des Besuchers vorliegen. Das berechtigte Interesse des Seitenbetreibers sehe ich durchaus als gegeben, da die Übermittlung der IP-Adresse technisch notwendig ist, um den Kalender anzuzeigen. Leider beschränkt sich Google aber nicht auf das technisch Notwendige, sondern legt neben Sitzungscookies auch noch diverse andere Cookies auf dem Rechner des Besuchers ab. Diese werden nach Ende der Sitzung nicht automatisch gelöscht, sondern verbleiben für eine unterschiedliche Dauer auf dem Rechner des Besuchers. Nach meiner Auffassung ist damit die Grenze des berechtigten Interesse überschritten, so dass mit einer Einwilligung gearbeitet werden muss.


    Lösungsansatz:

    • Der Kalender wird auf einer separaten Seite platziert
    • die Seite wird aus dem Menü ausgeblendet, damit ist diese aus dem Menü heraus nicht direkt aufrufbar
    • In den Seiteneigenschaften für die Kalenderseite unter "Google" das Häkchen bei "in Sitemap aufnehmen" entfernen. Damit wird die Seite nicht in die Sitemap aufgenommen
    • Auf einer Seite der normalen Homepage legst Du einen neuen Textartikel an, darin bringst Du eine Belehrung zur Datenübermittlung an Google sowie die Speicherung von Cookies unter.
    • Unter diesen Artikel platzierst Du einen Button "Ich willige ein und möchte den Google Kalender sehen". Diesen Button verlinkst Du mit der Kalenderseite. Der Link wird als "nofollow" für Google gekennzeichnet, damit folgt Google diesem Link nicht und nimmt den Kalender nicht in die Suchergebnisse auf. Anderenfalls könnte es passieren, dass ein Besucher über die Google-Suche direkt auf Deine Seite kommt, ohne die Belehrung gelesen und seine Einwilligung erklärt zu haben.
    • In der robots.txt fügst Du für die Kalenderseite noch ein disallow ein

    Damit sollte nach meiner Ansicht dem Datenschutz genüge getan sein.

  • Hallo Hanabi,


    danke für deine ausführliche Erklärung. Ist ja heftig was man da machen sollte und jenseits von benutzerfreundlich.

    Der User will ja auf einen Blick die Termin sehen und sich nicht erst durch Belehrungen durchwurschteln :-( Zudem hat der google Kalender ja die tolle Funktion dass der User den Termin in seinen eigenen Kalender kopieren und sich somit erinnern lasse kann. Das müsste man ja dann auch darüber belehren oder irgend wie abschalten können.


    Naja, dann muss ich wohl nach einer anderen Lösung schauen. Evtl. gibts ja die Möglichkeit die Kalenderdaten in anderer Form auf der Website einzupflegen. Excel html Seite oder was auch immer hochladen.


    Gruß

    Gieri

  • Die „dsgvo“ soll ja auch nicht den Datenschutz erhöhen, sondern das Internet kaputt machen.


    Den Rest erledigen die heute verabschiedeten Artikel 11 und 13.

  • Hallo Gieri,


    das Problem liegt aber in diesem Falle nicht beim Datenschutz, sondern bei Google. Technisch notwendig wäre nur ein Session-Cookie, statt dessen werden gesamt 17 Cookies, unter anderem von gstatic.com abgelegt, die teilweise mehrere Jahre gültig bleiben.

  • naja, wäre nicht das erste mal dass nach ein paar Monaten wieder zurückgerudert wird weil man merkt das es überhaupt nicht praxisgerecht ist :-D


    wie wird es wohl heisen wenn Deutschland austritt :/ "Gerxit" ?

  • Hallo Gieri,


    wenn Dir der Datenschutz eh egal ist, warum fragst Du dann danach? Bette den Google-Kalender einfach ein und fertig. Alternativ einfach einen Link zum Google Kalender einstellen, der Link funktioniert ohne Cookies und erhöht die Performance Deiner Seite, da keine Daten vom externen Server geladen werden müssen.


    Ansonsten kann man den Kalender auch auf einer Seite mit "geschütztem Bereich" präsentieren und diesen Bereich "Google-Kalender mit Datenübertragung an Dritte" benennen.


    Es geht hierbei nicht darum, die Daten im Kalender zu schützen, sondern den Besucher davor zu schützen, dass bereits der Besuch Deiner Seite mit Kalender für die Erstellung eines Besucherprofiles genutzt wird. Ausführlich ist diese Thematik unter https://kola.opus.hbz-nrw.de/o…4/file/Bachelorarbeit.pdf betrachtet worden, auf Seite 18 findet sich hierzu auch eine Grafik, die dies verdeutlicht.

  • Hallo Hanabi,


    der Datenschutz ist mir nicht egal, ich finde es nur übertrieben. Jetzt sind auf einmal Cookies, die es schon zig Jahre gibt, so unerwünscht wie ein Loch im Kopf.

    Naja, über die EU Politiker und den Entscheidern die so ein Mist verzapfen ist ja schon genug geschrieben und diskutiert worden - fangen wir nicht wieder davon an :-D

    Wie steht es denn mit diesen Cookie Options Popups die immer mehr kommen. Versteht zwar kein normaler Mensch was er da an- oder abhaken kann, aber könnte man darüber auch die Cookies von Drittseiten unterbinden?

    Gibt es da ein fertiges Script für Zeta das man einbinden kann?


    Gruß

    Gieri

  • Hallo Gieri,


    ein entsprechende Script gibt es nicht für Zeta. Eine allgemeine Script-Grundlage kann man aber auf https://privacypolicies.com/cookie-consent/ finden. Hier musst Du dann aber selbst ran und sämtliche Scripte, die Cookies erzeugen, von Hand eintragen. Bei Google Analytics mag das ja noch gehen, weil man da den kompletten Code vorrätig hat. Welcher Abschnitt im Code der Kalenderseite aber für das Cookie verantwortlich ist, wäre dann schon schwerer herauszufinden. Bei Youtube geht das inzwischen mit den "erweiterten Datenschutzeinstellungen" beim Einbettungscode.

    In der Verantwortung, ein Script für das "Opt-In" zu liefern, sind aber letztlich eben die Anbieter der externen Leistungen (Kalener, Maps etc.). Wir als Seitenbetreiber sind nur die "in den A..." gekniffenen, weil wir gegenüber dem Besucher datenschutzkonform sein müssen.