Cookie-Urteil des EuGH vom 01.10.2019: Datenschutz-konforme Cookie-Nutzung in Zeta

  • Mit Zeta Producer erstellte Seiten setzen keine Werbe-Cookies, und darum scheint es in diesem Urteil ausschließlich zu gehen. Wenn Sie Google Analytics nutzen, so werden hiervon vermutlich Werbe-Cookies gesetzt, die Software stammt aber nicht von uns, da können wir nichts daran ändern. Ggf. müssten Sie also solche Fremdsoftware vorübergehend deaktivieren.

  • In Zeta gibt es die Option "Analytics Tracking Code" zur Eingabe des Analytics Codes.
    Dieser Code wird bei Eingabe von der Zeta-Software in den html-Code eingebaut und dann - beim Aufruf der veröffentlichten Seite - ausgegeben und aufgerufen.
    Deshalb bin ich der Ansicht, dass die Funktion programmiertechnisch ein Stück weit schon zur Zeta-Software gehört.


    Es ist also von Seiten Zeta nicht geplant, eine technische Lösung anzubieten, die das sofortige Cookie-Setzen verhindert und erst nach einer aktiven Einwilligung das Cookie setzt?

    Das finde ich sehr schade.

    In einer der älteren Zeta-Version (ich glaube 12 oder 12.5) war es so, dass beim Online-CMS das Session-Cookie erst gesetzt wurde, wenn man sich in das CMS eingeloggt hat. Ist natürlich etwas anderes, aber vielleicht ein Denk-Ansatz.


    Hat jemand anders eine Lösung? Eine Idee?

  • Hallo,


    für google analytics geben wir lediglich ein Stück Fremdcode aus. Fremdcode können Sie auch an beliebiger Stelle im Projekt z.B. mittels des Quelltext-Widgets einfügen. Technisch haben wir gar keine Möglichkeit zu prüfen, ob Fremdcode ggf. ein Cookie setzt und könnten das auch gar nicht unterbinden, weil die entsprechende Logik dafür im Fremdcode vorhanden sein muss. Genau so verhält es sich auch mit Google Analytics.


    Ein Cookie ist kein zentraler Mechanismus, den wir überwachen können, sondern nur eine kleine Zeile JavaScript. Beispiel:

  • Keiner von uns hier ist Anwalt und keiner hier kann demnach eine rechtsverbindliche Auskunft geben. Im Zweifel fragen Sie Ihren Anwalt!

  • Keiner von uns hier ist Anwalt und keiner hier kann demnach eine rechtsverbindliche Auskunft geben. Im Zweifel fragen Sie Ihren Anwalt!

    Es hat keiner einen Anwalt verlangt. ;-)
    Sind ja nur Infos für diejenigen, die es interessiert.


    Wenn der Einsatz von Cookies seitens Zeta in Ordnung ist, vertraue ich darauf.

  • Wenn der Einsatz von Cookies seitens Zeta in Ordnung ist, vertraue ich darauf.

    Das weiß ich nicht, ich weiß nur sicher, dass wir selbst keinen Tracking- oder Werbe-Cookie setzen. Ein Projekt kann aber alles Mögliche enthalten…

  • Das weiß ich nicht, ich weiß nur sicher, dass wir selbst keinen Tracking- oder Werbe-Cookie setzen. Ein Projekt kann aber alles Mögliche enthalten…

    Dann ist ja alles im Grünen! 8)
    Was an Fremdcode in einem Projekt vorhanden ist, kann Zeta ja nicht haftbar gemacht werden.

  • Ich verwende diesen Satz hier.

    Gemäß der Richtlinie 2009/136/EU teilen wir Ihnen mit, dass diese Webseite eigene technische Cookies und Cookies Dritter verwendet. Wenn Sie weiterhin auf diesen Seiten surfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

    LG
    Andi


    --------------------------------------------------
    Ich verwende den Zeta Producer V15.X.X Express

    und bin sehr zufrieden. :)

  • Ich verwende diesen Satz hier.

    Gemäß der Richtlinie 2009/136/EU teilen wir Ihnen mit, dass diese Webseite eigene technische Cookies und Cookies Dritter verwendet. Wenn Sie weiterhin auf diesen Seiten surfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

    Und wenn der Besucher nicht zustimmt, kann er die Seite weiterhin nutzen.

  • Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das Widget vielleicht soweit anpassbar wäre, dass bei einer Ablehnung der Cookiesetzung auf eine andere Seite verwiesen wird. Wäre vielleicht als Idee für die Zukunft festzuhalten. Dann wären doch die meisten hungrigen Mäuler gefüllt. 8)

  • Die Schwierigkeit ist m. E. TECHNISCHER Art: Die Cookies dürfen erst gesetzt werden, wenn der Besucher aktiv zugestimmt hat.

    Bisher ist es doch in fast allen Fällen so, dass das Cookie sofort beim Besuch gesetzt wird, noch bevor der Besucher irgendetwas zugestimmt hat oder nicht.

  • Wenn du nur eine ganz einfache Willkommensseite erstellst, dann werden keine Cookies gesetzt.

    LG
    Andi


    --------------------------------------------------
    Ich verwende den Zeta Producer V15.X.X Express

    und bin sehr zufrieden. :)

  • Die Schwierigkeit ist m. E. TECHNISCHER Art: Die Cookies dürfen erst gesetzt werden, wenn der Besucher aktiv zugestimmt hat.

    Bisher ist es doch in fast allen Fällen so, dass das Cookie sofort beim Besuch gesetzt wird, noch bevor der Besucher irgendetwas zugestimmt hat oder nicht.

    Richtig!

    Das oben genannte Urteil bezieht sich ja auf Werbe-Cookies.
    Gibt es denn ein Gesetz, was besagt, dass jegliche Art von Cookiesetzung eine Zustimmung benötigt? Wenn ja ist ohnehin eine Anpassung nötig. Wenn nicht, wird alles so bleiben wie es ist. Denke ich zumindest.

  • Das stimmt. Habe ich auch überlegt: Aber was ist, wenn über die Google Suche die fortfolgenden Seiten mit Cookie direkt aufgerufen werden?

    Was ja Sinn macht und gewünscht ist. Websites werden ja nicht von vorne bis hinten "gelesen", wie (früher) ein Buch.

    Klar kann ich auf Tracking-Cookies verzichten. Aber meine Kunden wollen mit ihrer Website Geld verdienen. Dazu gehört, das sie dieselben Analysetools und auch Werbe-Cookies nutzen sollten bzw. müssen, die ihre (ausländischen) Mitbewerber auch nutzen. Oder die großen Konzerne. Sonst haben sie einen Wettbewerbsnachteil und werden noch mehr "an die Wand gedrückt" wie das bisher schon der Fall ist.

    Ich sehe es als wirklich schwierig an, hier eine datenschutzkonforme UND praktikable Lösung zu finden, die den Besucher nicht sofort - völlig genervt und überfordert flüchten - lässt.

  • Andre G.  :thumbup:
    Laut Diskussion in einigen Rechtsforen könnten die Analytics-Cookies als Werbe-Cookies eingestuft werden. Leider.

    Hier bin ich sehr gespannt auf die nächsten Tage mit weiteren Ausführungen und Interpretationen von Leuten, die sich damit auskennen.
    :/

  • Hallo. Jetzt mal ganz ehrlich: Ist zeta Rechtsberater? Jeder Website-Betreiber ist für die Inhalte auf seinen Seiten selbst verantwortlich. Auch für die Möglichkeit Cookies ablehnen lassen zu können! Anaylse des eigenen Handelns ist ja ok, aber wer sich mit technisch nicht relevaten Cookies rumärgert, sollte sich auch um deren Genehmigung kümmern und nicht um Hilfe rufen! ;)

  • Andre G.  :thumbup:
    Laut Diskussion in einigen Rechtsforen könnten die Analytics-Cookies als Werbe-Cookies eingestuft werden. Leider.

    Hier bin ich sehr gespannt auf die nächsten Tage mit weiteren Ausführungen und Interpretationen von Leuten, die sich damit auskennen.
    :/

    Hallo, ich kenne keine Werbe-Cookies, nur Tracking- und Analyse-Kram... Es geht im aktuellen Urteil des EuGH's um nicht technisch relevante Cookies. Wer also Session-Cookies in seinen Shops verwendet, zum Steuern des Warenkorbes bspw., muss sich keine Gedanken machen. Wer seine Kunden durchs Internet verfolgt... schon :P

  • Richtig!

    Das oben genannte Urteil bezieht sich ja auf Werbe-Cookies.
    Gibt es denn ein Gesetz, was besagt, dass jegliche Art von Cookiesetzung eine Zustimmung benötigt? Wenn ja ist ohnehin eine Anpassung nötig. Wenn nicht, wird alles so bleiben wie es ist. Denke ich zumindest.

    Das ist korrekt... Es geht um nicht technisch relevante Cookies - also Tracking-, Analyse-, und sonstige unnötigen Cookies. Cookies, die technisch benötigt werden um Funktionalität bereitzustellen, bspw ein Forum oder einen Warenkorb... sind ausgenommen. Dafür muss man keine Genehmigung vom Website-Besucher einholen.

  • Andre G.  :thumbup:
    Laut Diskussion in einigen Rechtsforen könnten die Analytics-Cookies als Werbe-Cookies eingestuft werden. Leider.

    Hier bin ich sehr gespannt auf die nächsten Tage mit weiteren Ausführungen und Interpretationen von Leuten, die sich damit auskennen.
    :/

    Ja, ich auch!
    Wie Stefan S schon anmerkte, hier sind keine Juristen. :-)

    Also bleibt uns nur abwarten und schauen, wie sich das entwickelt.


    Das Thema ist aber wirklich überall ein Diskussionsgrund, egal wo man unterwegs ist. Ein "Grauen" für die Entwickler. :-)

  • Hallo zusammen,


    Hinweis: Der nachfolgende Kommentar stellt lediglich dar, wie ich als "Verantwortliche Stelle" (Webseitenbetreiber/IT-Verantwortlicher) das Urteil des EuGH C-673/17 vom 01.10.2019 verstehe und welche Schlussfolgerungen ich für meinen Aufgabenbereich daraus ziehe.


    Dem EuGH wurden 3 Fragen zur Beantwortung vorgelegt, bei denen der BGH (Deutschland) in einem bereits seit längerem laufenden Verfahren sich unschlüssig über eine Auslegung geltender Regelungen war. Dies auch unter dem Hintergrund, dass sich die rechtlichen Rahmenbedingungen seit dem ersten Gerichtsverfahren geändert haben (das Verfahren wurde noch unter der EU-Richtlinie 95/46 [EU-Datenschutzrichtlinie] eingereicht, die aber mit der EU-Verordnung 2016/679 [DSGVO] aufgehoben und ersetzt wurde)


    Frage 1: Liegt eine wirksame Einwilligung vor, wenn das für die Einwilligung vorgesehene Kontrollkästchen bereits mit einem Häkchen vorausgefüllt ist?

    • Antwort: NEIN
    • Konsequenz für meine mit Zeta erstellte Seite: KEINE, da Zeta ausschließlich in Formularen sowie im Online-Shop mit Kontrollkästchen arbeitet und diese nicht "vorgehakt" werden können.


    Frage 2: Ist es unterschiedlich zu bewerten, ob die Cookies personenbezogene Daten enthalten oder nicht (Hintergrund ist eine differenziertere Definition personenbezogener Daten in EU-Richtlinie vs. DSGVO)?

    • Antwort: NEIN, das Cookie enthält Angaben zum Besuch einer bestimmten Seite an einem bestimmten Tag auf einem bestimmten Rechner. Diese Daten sind unabhängig von der Definition als personenbezogene Daten zu werten.
    • Konsequenz für meine mit Zeta erstellte Seite: KEINE


    Frage 3: Müssen Nutzer zu Funktionsdauer und Drittanbieterzugriff von Cookies informiert werden?

    • Antwort: JA
    • Konsequenz für meine mit Zeta erstellte Seite: Keine, da die Information über Cookies bereits seit längerem in meiner Datenschutzerklärung enthalten ist.


    Über mehr hat der EuGH nicht entschieden. Da im bisherigen Diskussionsverlauf einige "Ungenauigkeiten" aus meiner Sicht eingebracht wurden, hier noch meine - ebenfalls ausschließlich persönliche - Einschätzung als "Verantwortliche Stelle":


    #1 andima : Das Urteil betrifft nicht alle Cookies, dieses Urteil befasst sich ausschließlich mit der "Einwilligung"


    #3 fragezzeichen : Hier ist aus meiner Sicht Google in der Pflicht, eine datenschutzkonforme Lösung anzubieten. Die Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder hat hierzu am 26.04.2018 ein Positionspapier veröffentlicht, wonach die Datenschutzbehörden ein Tracking ausschließlich nach vorheriger Einwilligung für gesetzeskonform ansehen. Dieses Positionspapier stellt aber weder ein Gesetz noch eine Verordnung dar, sondern lediglich eine Erklärung, wie die Datenschutzbehörden das Tracking bewerten. Aufgrund der Veröffentlichung dieses Positionspapiers habe ich Google Analytics für unsere Webseite deaktiviert.


    #7 Stefan S : Richtige Feststellung, das Programm Zeta ist nicht ausschließlich für den Markt der Europäischen Union geschrieben, sondern wird weltweit genutzt. Es kann durch den Programmierer einer Software nicht sichergestellt werden, dass das Programm bzw. das mit ihm erzeugte Produkt (Webseite) den rechtlichen Bestimmungen des Landes entspricht, in dem der Nutzer geschäftsansässig ist oder der Länder, an die sich der Veröffentlicher des Produkts (Seitenbetreiber) richtet.


    #8 Andre G. : Zeta bietet im Handbuch eine Übersicht, in welchem Umfang Cookies durch das Programm gesetzt werden bzw., welche Widgets auf Drittanbieter (und damit dort eventuell vorhandene Cookies) zugreifen.


    #11 andima : Zustimmung = Einwilligung -> Widerruf der Einwilligung = unbedingtes Löschen aller Daten! Frage: Wie willst Du es realisieren, wenn ein Nutzer seine Einwilligung widerruft und Du seine Daten (bei Google Maps oder Youtube) löschen sollst?


    # 13 Andre G. : Einfach einen zweiten OK-Button einfügen, danach in die HTML-Ansicht wechseln, den Text auf "Abbrechen" und den Wert bei "button onklick" auf "window.close" setzen.


    #14 fragezzeichen : Richtig erkannt, dies ist das entscheidende Problem.


    #16 Andre G. Nein, in der gesamten DSGVO taucht das Wort "Cookies" kein einziges Mal auf. Cookies sind lediglich eine Form der "Verarbeitung von personenbezogenen Daten", zur Beantwortung muss man sich also anschauen, was die DSGVO in Art. 6 zur Rechtmäßigkeit der Verarbeitung sagt. Das kann sich jeder selber ansehen und dann entscheiden, ob die Daten, die durch ein Cookie erhoben werden, als "berechtigtes Interesse", "notwendig zur Vertragserfüllung" oder eben doch nur per "Einwilligung" bewertet werden sollten.


    #18 fragezzeichen : siehe Antwort zu #3


    #20 musicforadmax : Richtig erkannt, Warenkorb-Cookies können entweder über "berechtigtes Interesse" oder "Notwendig zur Vertragserfüllung" eine Rechtmäßigkeit der Verarbeitung erlangen, diese sind nicht zustimmungspflichtig, es muss jedoch auch über diese "informiert" werden.

  • Hanabi ,


    du hast dir ja richtig Mühe gegeben. Danke!

    Zu #13: wäre sicherlich eine Möglichkeit. Ob das die Lösung all der Sorgen ist, weiss ich natürlich nicht.


    Ist schon krass, mit welchen Themen man sich rumschlagen muss/will!

  • Ergänzend hierzu noch folgende persönliche Einschätzung:


    User, die ihre eigene Webseite erstellen - wie ich für den Verein oder beispielsweise "Taste of Koroni" - sind wir selbst "verantwortliche Stelle", eine Agentur oder ein Webdesigner, der eine Seite für einen Kunden erstellt, ist hingegen nicht die "verantwortliche Stelle".


    Dies gebührt dem Seitenbetreiber, der im Impressum steht. Die Datenschutzerklärung muss also vom Endkunden kommen, zu einem guten Beratungsangebot als Agentur gehört lediglich, den Endkunden darauf hinzu weisen, dass bestimmte Elemente der Seite personenbezogene Daten verarbeiten. Hierzu kann die entsprechende Seite aus dem Handbuch https://docs.zeta-producer.com/datenschutz.html an den Kunden weiter gegeben werden. Dieser muss dann entscheiden, ob bestimmte Elemente auf der Webseite verwendet werden und seine Datenschutzerklärung entsprechend anpassen.


    Support : Die verlinkte Seite im Handbuch sollte m. E. noch um einen Hinweis zur gesicherten Übertragung via SMTP (Shop und Formular) ergänzt werden in der Art "Bei einem Versand rein über PHP erfolgt die Übertragung unverschlüsselt. Wir empfehlen einen Versand via SMTP mit Verschlüsselung. Die entsprechenden Konfigurationsdaten erfragen Sie bitte bei Ihrem Hoster der Mailadresse.".

  • Hallo zusammen,

    also meiner Meinung nach ist hier ein richtiges Durcheinander entstanden, was mir zumindest so nicht weiterhilft. Das EuGH-Urteil zu den Cookies ist eindeutig.

    Nach dem Urteil der Richter am Europäischen Gerichtshof (AZ C-673/17, ist klar: Mit Cookie-Hinweisen müssen sich alle Website-Betreiber beschäftigen, die auf ihrer Seite mehr bieten als reine Informationen – inzwischen also so gut wie alle. Sobald eine Website beispielsweise ein Youtube-Video zeigt, das Google-Maps-Tool auf der Anfahrts-Seite nutzt, die Reichweite mit Google Analytics misst oder einen Online-Shop bereitstellt, setzt sie Cookies ein – und darüber müssen Nutzer laut Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) informiert werden.

    Cookies sind Textdateien, die Webbrowser auf dem Computer von Nutzern speichern. Besucht ein Nutzer eine Website zum ersten Mal, wird ein Cookie im Browser angelegt, der Informationen sammelt. Zu diesen Daten gehört eine zufällig erstellte Nummer, über die eine Website den Nutzer quasi wiedererkennt, wenn dieser sie ein zweites Mal aufruft.

    In dem aktuellen Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH, AZ: C-673/17, Stand: Oktober 2019) haben die Richter geregelt: Entscheiden sich Website-Betreiber dafür, Nutzern die Möglichkeit zu geben, in die jeweilige Cookie-Praxis einzuwilligen, dann reicht es nicht, ein voreingestelltes, angekreuztes Kästchen zu präsentieren, das der Nutzer abwählen muss, um seine Einwilligung zu verweigern (die sogenannte „Opt-out“-Lösung). Dies verstoße gegen die Bestimmungen der DSGVO: Sie schreibt vor, dass Nutzer ihre Einwilligung aktiv erteilen müssen. Und das, so die Richter, gehe nur, indem Website-Betreiber darüber informieren, welche Art Cookies sie nutzen – und dem Nutzer die Möglichkeit geben, selbst über Anklick-Boxen zu entscheiden, mit welchen Cookies sie einverstanden sind (die sogenannte „Opt-in“-Lösung).

    Außerdem entschieden die Richter: Website-Betreiber haben die Pflicht, die Nutzer ihrer Seiten klar und umfassend darüber zu informieren, welche Art Cookies wie lange genutzt werden – und inwieweit sowie für welche Dauer Dritte Zugriff auf die erhobenen Daten erhalten.

    Wir als Webseiten-Betreiber müssen sofort aktiv werden. Wer sich schon auf Webseiten größerer Anbieter eingewählt hat, wird diese Banner überall schon sehen. Hier gar nichts zu tun wäre fatal und ich wäre vorsichtig mit solchen Ratschlägen.

    Wir betreiben mehrere Webseiten mit ZETA PRODUCER, aber auch eine unter Wordpress und Woocommerce (dampfsauger24.de). Dort könnt Ihr sehen, wie so etwas auszusehen hat. Dort werden Plugin-Lösungen bereits angeboten. Genau solch eine technische Lösung benötigen wir jetzt für den Infobanner von ZETA PRODUCER.

    Und hier erwarte ich nun Lösungsvorschläge von ZETA PRODUCER und dem Team. Ohne eine neue technische Lösung wird es nicht gehen und diese sollte schnell erfolgen.
    Ansonsten kann ich nur raten, zumindest das Tracking mit Google Analytics zu stoppen und z.B. Links zu Youtube-Videos zu entfernen. Die Abmahner in diesem Land warten doch nur auf solche Fehler.

    Grüße

    Jörg

  • Zudem ist die Seite auch nicht in Ordnung.




    Ich weiß, gehört hier nicht her. Wollte nur einmal darauf hinweisen. :-)


  • Hallo Andre G.

    doch kann man abwählen und zwar alles einzeln. Man muss nur die entsprechende Cookie-Kategorie in dem Hinweisfeld öffnen. So will es der Gesetzgeber.
    Ist hier geschickt gemacht und rechtskonform. Wenn "ablehnen" direkt vorne steht, wird sicher eher abgelehnt. Das Tracking dieses Tools zeigt, dass bisher von mehreren 100 Besuchern noch niemand die Cookies abgelehnt hat.

    Seite öffnet sich auf Desktop, Iphone, Ipad und Android Handy ohne Probleme. Trotzdem, danke für den Hinweis.

    Dennoch, hier muss für ZP dringend eine Lösung her. Wer schon eine Lösung hat, bitte melden!


    Grüße


    Jörg

  • Hallo Jörg,


    die Seite https://dampfsauger24.de/ ist aus meiner Sicht nicht in Ordnung. Bereits bei Aufruf der Seite werden 16 Cookies gesetzt, ohne dass ich über ein Info-Banner darüber informiert werde. Es wird sogar sofort mit dem Tracking begonnen.


    Ich verstehe auch nicht, was für eine Lösung von Zeta aus geliefert werden soll. Zeta liefert ja keinen Analytics-Code mit dem Programm mit. Wir sind hier wieder bei der "verantwortlichen Stelle", also dem Seitenbetreiber, der, wenn es GA verwenden will, dafür zu sorgen hat, dass dieses rechtskonform erfolgt.


    Was die "Eindeutigkeit" des EuGH-Urteils betrifft, so suche ich noch immer - verzweifelt - in der DSGVO nach Cookies, finde aber keine. Es geht um die Verarbeitung personenbezogener Daten. Ob dies durch Cookies, Protokollierung der IP-Adresse oder sonstiges erfolgt, ist erst einmal egal. Für die Verarbeitung gibt die DSGVO in Art. 6 klar vor, wann eine Verarbeitung rechtmäßig ist. Da gibt es nur 6 Möglichkeiten, wenn b-f ausscheiden, kommt nur noch a (Einwilligung) in Frage. Wenn dann nur Einwilligung möglich ist, dann darf die Verarbeitung erst nach erfolgter Einwilligung erfolgen.


    Also einfach mal die eigene Seite unter die Lupe nehmen, wo und wann personenbezogene Daten erhoben werden und für jeden Fall prüfen, welcher der 6 Gründe aus Art. 6 hier passend wäre. Dies dann in der Datenschutzerklärung auch bitte entsprechend artikulieren. In der DSE von Dampfsauger24.de sind zwar Cookies erwähnt, es fehlt aber eine Auflistung der Cookies, der Zwecks jedes einzelnen Cookie sowie Angaben zur Speicherdauer des Cookies auf dem Rechner des Besuchers.


    Support : Vielleicht wäre es zur Abkürzung der Diskussion sinnvoll, die Eingabemaske für den GA-Code mit dem nächsten Update zu entfernen. Wer GA weiterhin verwenden will, findet sicherlich Wege und Möglichkeiten.

  • Guten Morgen,


    der Thread hat mich dazu bewogen noch einmal alles auf den Prüfstand zu stellen:


    Ich habe in sämtlichen social-media Portalen das Impressum und die Datenschutzerklärung via link eingefügt.

    Videos entferne ich vorsichtshalber auch mal.


    Da die DSGVO nicht einfach zu verstehen ist und vieles Auslegungssache ist, habe ich einen Anbieter gefunden welcher Cookie Codes gegen Entgeld anbietet.


    https://www.cookiebot.com/de/


    Bei größeren Seiten betragen die Kosten monatlich 9€ netto. Ich bin am überlegen ob ich das machen soll. Die Kosten sind denke ich ein muss da eine Abmahnung um einiges teurer wäre. Auf goolge analytics bei einem Online-Shop zu verzichten, nur aufgrund der DSGVO ist nicht gut und nachteilig und es wird weniger Umsatz regeneriert.

  • Was ich bei dem Tool auf den ersten Augenblick sehen kann,


    https://monobunt.at/blog/nnpro-cookiebot-reseller-cookies/


    die Kontrollkästchen können bereits mit Häckchen bestätigt werden. Das heißt für mich, wenn der User O.K. drückt, habe ich alle Bestätigungen und Einverständnisse.


    Problem bei leeren Kontrollkästchen, kein user wird jemals sich das druchlesen und auswählen welches Kontrollkästchen er auswählt. Die meisten user werden nur den Button O.K drücken und somit wird Analytics unbrauchbar da keine Daten mehr verarbeitet werden können.


    Was meinst du Hanabi , sehe ich das richtig?

  • Hallo Marc,


    das ist genau die Form, die im EuGH-Urteil beanstandet wurde. Durch die Voreinstellung "Häkchen an" erfolgt keine aktive Einwilligung. Die Voreinstellung muss also sein, Häkchen raus.


    Das "Problem" mit dem leeren Kontrollkästchen hast Du richtig erkannt, es entspricht aber genau der Ziellinie der DSGVO. Jetzt kommt wieder die Frage des Wettbewerbs, wenn alle sich daran halten, ist es auch kein Problem, ebenfalls auf Tracking zu verzichten, wenn die Konkurrenz aber weitermacht, braucht es eine starke Aufsichtsbehörde, die überwacht und mittels Bußgeld auf Verfehlungen reagiert. Statt dessen haben wir in DE lediglich eine starke Anwaltslobby, die das unsägliche "Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb" als Gelddruckmaschine nutzt.


  • Hallo,


    ich bin da nicht ganz eurer Meinung. Der Thread hat das Problem zwar angesprochen, aber hier ist noch lange keine Lösung in Sicht. und auch "erfüllt" sehe ich hier noch nichts.

    Fakt ist, dass der bisherige Infobanner für die Cookies in dieser Form seit dem 1.10.2019 nicht mehr gesetzt werden kann und darf. Dass dieses Problem auf uns zukommen wird, war schon im Frühjahr dieses Jahres klar. Ich denk auch, dass die meisten User von ZETA PRODUCER keine Profi-Programmierer sind und sich ZP ob seiner Einfachheit als Webseiten-Baukasten, einmal angeschafft haben. Genau diese User benötigen jetzt einfache, klare Aussagen, was und wie sie nun genau vorgehen sollen, damit sie nicht in die Abmahnfalle laufen. Und die wird nicht lange auf sich warten lassen.

    Ich bin davon überzeugt, dass einige User hier nicht so einfach ein entsprechendes (kostenpflichtiges, externes Tool) in Ihre Seite einbinden können, und/oder wollen.

    Hanabi Und ja, es sind immer noch Cookies möglich, derer es keiner gesonderten Zustimmung bedarf. Hier spricht der EuGH von sogenannten "notwendigen" Cookies, die dafür sorgen, dass die Seite überhaupt nutzbar wird. Bei den darüber hinaus gehenden Cookies will das Unionsrecht, dass der Nutzer vor jedem Eingriff in seine Privatsphäre geschützt ist, insbesondere gegen die Gefahr, dass Hidden Identifiers oder ähnliche Instrumente in sein Gerät eindringen.

    Wir können hier hin und herdiskutieren und uns in Feinheiten verlieren, das bringt alles nichts. Es muss eine akzeptable Lösung her und da ist Zeit im Verzug,
    Und warum sollen wir jetzt auf ein kostenpflichtiges Tool ausweichen, denn wir bisher die Möglichkeit hatten über den Infobanner die Cookie-Einwilligung zu holen?
    Ich frage noch einmal und richte meine Anfrage an die Entscheider bei ZP: Kann hier nicht ein entsprechendes Tool in Kürze bereitgestellt werden? Wenn nein, was ist die Begründung?


    Grüße

    Jörg

  • Kostenpflichtig hin oder her, wer sicher gehen will, der muss Geld in die Hand nehmen. Wie Hanabi schon erwähnte ist der Seitenbetreiber dafür verantwortlich. In wordpress oder anderen Systemen sind Gewisse plugins ebenfalls kostenpflichtig. Das Problem ist, dass jede Webseite individuelle Einstellungen benötigt.


    Meiner Meinung ist das von mir genannte plugin nicht so schlecht, aber letztendlich wieder unbrauchbar, da die Kontrollkästchen im vorraus nicht gesetzt werden können und letztendlich füllt niemand die Kontrollkästchen aus.


    Das ganze Thema ist ein Chaos, und man läuft Gefahr, dass man abgemahnt wird.

  • Kann hier nicht ein entsprechendes Tool in Kürze bereitgestellt werden? Wenn nein, was ist die Begründung?

    Umsetzen könnte Zeta ziemlich alles, wenn sie wollen.

    Einen kostenpflichtigen Fremdanbieter würde ich auch nicht ins Boot holen. Wozu auch?

    Bei dieser ganzen Geschichte dreht sich wohl alles nur um Google, Facebook und co. Braucht man das alles wirklich?


    Die Frage ist nun, ob eine explizite Einwilligung der Cookiesetzung erforderlich ist, denn wenn dem so ist und ZP Cookies setzt, muss gehandelt werden, wenn nicht, dann nicht. So ist dies meine Auffassung. Aber Zeta für die Anforderungen anderer Entwickler verantwortlich zu machen erscheint mir auch etwas unfair.

  • wer sicher gehen will, der muss Geld in die Hand nehmen.

    Dann wäre die einzig richtige Schlussfolgerung einen Anwalt zu Rate zu ziehen. Alles andere sind reine Spekulationen.

  • Wie bereits erwähnt, sind wir uns noch nicht sicher, ob es technisch überhaupt möglich ist, das setzen von Cookies in Fremdcode (bspsw. Analytics) zu verhindern. Da wird ja teils Code von extern geladen, wir müssten also das komplette Projekt parsen und ein Laden ggf. Verhindern. Wir müssten auch wissen, oder programmatisch herausfinden, welcher Code überhaupt Cookies setzt. Gruselig und teils sicher unmöglich. Aber natürlich denken wir über mögliche Lösungen nach.


    Angesprochene Plugins wie zb auf der Dampfer Website, funktionieren bei mir wegen eines eingesetzten Tracking-Blockers z.B. Gar nicht. Da wird mir nichtmal der Text, der vom Plugin angezeigt werden sollte, angezeigt. Das scheint mir also auch keine wirkliche Lösung zu sein.