Cookie Consent

  • Hallo,


    zunächst einmal auch von mir vielen Dank für das Cookie Consent, das im Prinzip sehr gut umgesetzt wurde.

    Ich finde es zwar auch viel zu groß, habe aber gesehen, dass schon jemand (Mario) dazu etwas programmiert hat. Danke auch dafür!


    Folgendes Problem habe ich aber nun. Seit dem Einbau des Cookie Consent anstatt des Info-Banner habe sich meine Besucherzahlen über alle Webseiten (lt. Google Analytics) um 50-80% verringert. Offenbar sind es aber nicht wirklich weniger Besucher, sondern sie werden einfach nur nicht gezählt, weil sie nicht zustimmen.

    Entsprechend wird bis zu 80% weniger Adsense eingeblendet, was 80% weniger einnahmen ergibt. Das ist sehr schlecht.


    Da ich aber nicht annehme, dass 80% der Besucher im Cookie Consent die Regler auf Aus stellen, sondern es einfach über das X wegklicken, könnte man dieses Problem einfach lösen, indem sich der Besucher für eine Lösung entscheiden MUSS. Durch das schließen des Fensters wird die Zustimmung passiv verweigert, was der Nutzer sicher gar nicht bemerkt. Er will ja nur das störende (aber leider notwendige) Fenster weghaben.


    Lösungsvorschlag: Weg mit dem X zum schließen des Cookie Consent ohne Entscheidung. Dem User ist es schließlich egal ob er auf das X klickt oder auf Alle Akzeptieren, aber das X ist eben einfacher, da muss man nicht nachdenken;)


    Ich selbst klicke sowas auch einfach weg, wenn das geht, das macht man ja fast automatisch. Aber dadurch werden eben häufig auch die Funktionen der Webseite beeinträchtigt, da z. B. IFrames mit Videos, google maps, etc. nicht funktionieren.


    Es wäre schön, wenn ihr euch mit dieser Lösung anfreunden könntet, denn sie schadet keinem Nutzer, hilft aber Nutzern und Seitenbetreibern.


    Viele Grüße

    Guido

  • Hallo,

    Vielen Dank für das Feedback. Ich verstehe das Problem gut. Aber so wie es jetzt ist, ist es sicherlich datenschutzkonform. Wie das bei der vorgeschlagenen Alternative wäre, müsste erst geprüft werden. Den Nutzer zu zwingen, die ganzen Optionen aktiv auszuwählen, hielte ich persönlich für wenig nutzerfreundlich und das würde viele Nutzer sicherlich auch überfordern. Das muss gut durchdacht werden.

  • Hallo Guido,


    die Rechtslage ist ja zunächst einmal klar, "Verarbeitung erst nach Einwilligung". Bereits im Begriff "Einwilligung" liegt die Freiwilligkeit der Willensbekundung begründet. Wir können also den Besucher nicht zwingen, eine Entscheidung zu treffen.


    Dem User ist es nicht egal, ob er auf "alle akzeptieren" oder "x" zum Schließen klickt, da er ja auch auf "Einstellungen speichern" klicken kann, womit sein JA oder NEIN zu einzelnen Elementen ebenfalls erklärt ist.


    Es ist tatsächlich so, dass viele Menschen nicht getrackt werden wollen, da sich die Erkentnis durchsetzt, dass bei "kostenlosen Angeboten" mit den persönlichen Daten bezahlt wird. Speziell zu Google-Analytics muss ich immer wieder feststellen, dass betreiberseitig die grundlegenden Anforderungen übersehen werden. Neben der -aktuellen- Einwilligung fehlt oftmals die bereits seit mehreren Jahren notwendige Anonymisierung, was schlichtweg daran liegt, dass der von Google zur Verfügung gestellte Code ohne individuelle Anpassung zumindest in Deutschland nicht verwendet werden kann.


    Mal ganz konkret die Frage an Dich, Guido, kannst Du einen "Vertrag zur Auftragsverarbeitung" mit Google vorweisen? Ist bei Dir die Anonymisierung der GA-Daten per Code hinterlegt?

  • Hallo Stefan und Hanabi,


    die ganzen Optionen auswählen zu müssen halte ich auch eher nutzerunfreundlich. Ich würde das dann vielleicht vereinfachen auf Alle aktzeptieren sowie alternativ nur unbedingt notwendige akzeptieren. Das habe ich auch schon auf vielen Webseiten gesehen und so entscheide ich ganz einfach ob ich meine Daten freigebe oder nicht. Wie viel Prozent der Nutzer entscheiden denn wirklich zwischen den verschiedenen Varianten und aktivieren nur einen Teil davon? Klar, das hat alles seine Vor- und Nachteile, aber die meisten Seitenbesucher wollen einfach nur schnellstmöglich zu den Inhalten und sind von jedem Popup oder Infobanner genervt. vor allem seit die meisten Leute mobil online gehen.


    Hanabi

    Ich bin mir nicht sicher ob ich jemanden nicht zwingen kann eine Entscheidung zu treffen. Ich zwinge ja niemanden zur Einwilligung sondern nur zu einer Entscheidung. Rechtlich gesehen habe ich natürlich keine Ahnung und das müsste dann wirklich geklärt werden, aber wer z. B. auf eine FSK 18 Seite möchte, muss sich auch entscheiden ob er über oder unter 18 anklickt (was natürlich null Kontrolle bringt, aber das ist ein anderes Thema), wer etwas bestellen möchte, der muss die AGB bestätigen, wenn ich einen Newsletter abonnieren möchte, dann muss ich zustimmen, u.v.m. Also warum sollte ich nicht eine Entscheidung treffen müssen ob ich Cookies akzeptiere oder ablehne? Das sind nur Cookies. Da werde ich mich doch zwischen ja und nein entscheiden können :)


    Wie Du ja auch richtig sagst, zahlt man für kostenlose Webangebote (in der Regel) mit seinen Daten. Das finde ich nicht schlimm? Natürlich kann ich verstehen, wenn Leute bedenken haben, aber dann sollen sie die Cookies eben ablehnen. Sie dürfen ja trotzdem auf meine Webseiten, zumindest solange bis ich die Seiten abschalten muss, weil ich davon nicht mehr leben kann.:( Das ist aber fast niemandem bewusst, denn mindestens 95% der Nutzer sind keine Profis die sich mit Hintergründen befassen. Wer weiß denn, dass durch das ablehnen der Cookies keine Werbung mehr funktioniert, kein Google Maps, u.v.m.:/ Das wissen nur sehr wenige. Aber wie gesagt geht es mir gar nicht um die Zustimmung, sondern lediglich um die Entscheidung der Nutzer.


    Für mich persönlich ist dieses Cookie Thema ohnehin schon existenzbedrohend, weil meine Werbeeinnahmen und teilweise wohl auch Provisionen durch das ablehnen verloren gehen, aber unbewusste Ablehnung durch X klicken, das darf meiner Ansicht nach keine Option sein.


    Und noch zu Deiner Frage: Einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit Google, danach musste ich ehrlich gesagt erst googeln. Dem muss ich nicht zustimmen, weil das (angeblich) ohnehin schon in meinen Vereinbarungen steht. Die Anonymisierung der GA-Daten ist bei mir erst seit ein paar Monaten gewährleistet, weil ich von externer Seite einen Tipp bekommen habe, dass die nicht automatisch gewährleistet ist. Das finde ich auch nicht okay, dass Google das nicht von sich aus als Code-Variante anbietet.


    Fazit: Analytics ist mir eigentlich ziemlich egal, ich könnte auch ohne leben, aber auf Adsense Einblendungen bin ich angewiesen. Deshalb brauche ich (für mein Geschäftsmodell) eine einfache Ja / Nein Variante für Cookies. Die braucht jeder der mit Adsense Geld verdient. Wenn Zeta die liefern kann, vielleicht irgendwann als Ergänzung (als Cookie Consent Basic) wäre das großartig, falls nicht muss ich wohl leider woanders schauen.


    Viele Grüße

    Guido

  • Hallo Guido,


    zunächst zu Deinen Links:


    Sachsentherme:

    Positiv:

    • Beim erstmaligen Besuch werden tatsächlich nur die technisch notwendigen Cookies geladen
    • Beim Bestätigen mittels "Einverstanden" werden weiterhin nur die notwendigen Cookies geladen

    Negativ:

    • Bei den individuellen Einstellungen ist keine direkte Information hinterlegt, um welche Statistik-Cookies es sich handelt. Erst in der umfangreichen Datenschutzerklärung wird deutlich, dass je zwei Analysedienste von Facebook und Google verwendet werden
    • es ist nicht möglich, eine Entscheidung für jeden Dienst einzeln zu treffen


    Deptagency:

    Positiv:

    • nichts

    Negativ:

    • bereits beim Start werden diverse Cookies geladen, inklusive Google-Analytics
    • Statistische Cookies (Google-Analytics) können in den individuellen Einstellungen nicht abgewählt werden.
    • Die Datenschutzerklärung ist nicht lesbar, solange man nicht das Cookie-Fenster bestätigt hat. Eine "informierte Einwilligung" ist somit nicht gegeben.


    jetzt zurück zum "Cookie-Consent":


    Folgende Rahmenbedingungen müssen wir nach DSGVO und diversen EuGH-Urteilen beachten:

    1. keine Datenverarbeitung vor Einwilligung (Ausnahme: technisch notwendige Cookies)
    2. Informationpflicht über Art der Verarbeitung (auch technisch notwendige Cookies)
    3. Widerrufsbelehrung
    4. aktive Einwilligung für nicht technisch notwendige Cookies (keine Vorauswahl per Häkchen oder durch hervorgehobene Farbgebung)

    Die Ziffern 1 und 2 erfüllt das Widget. Ziffer 3 sollte bereits in der Datenschutzerklärung vorhanden sein.


    Bleibt noch Ziffer 4:

    Die blaue Hinterlegung von "alle akzeptieren" kann im ungünstigen Fall als "unzulässige Vorauswahl" ausgelegt werden. Korrekt wäre, die beiden Schaltflächen zu tauschen und keine der Schaltflächen farblich hervorzuheben. Die Änderung der Reihenfolge ist erforderlich, da wir von links nach rechts lesen und daher dazu tendieren, eher links als rechts zu klicken.


    Wenn diese Änderungen vorgenommen werden, habe ich aus meiner Datenschutzerfahrung kein Problem damit, dass das "X" verschwindet.


    Zu den Zahlen von Google-Analytics:

    Per GA werden alle Besucher der Seite erfasst, also auch sämtliche robots, die sich auf die Seite verirren. Diese sind nicht in der Lage, das "Cookie-Consent" zu bedienen, womit deren Besuche nicht von GA erfasst werden.

    Ich hatte bis März 2018 GA auf unserer Seite in Verwendung unter Definition von 81 Filtern zum Ausschluss von reinen Fake-Besuchen. GA liefert für das 1. Quartal 2018 gesamt 5502 Seitenaufrufe, 1&1 Webanalytics (ungefiltert) kommt auf 31.349 Seitenaufrufe. Ähnliches bei den Besucherzahlen, GA mit 1550 Besuchern, 1&1 mit 6295 Besuchern.


    Der von Dir empfundene Besucherverlust dürfte sich also im Wesentlichen aus den nicht mehr gewerteten Fake-Aufrufen ergeben, es sei denn, Du arbeitest ebenfalls mit einem umfangreichen Filter (sollte aktuell mindestens 100 Filtersätze enthalten).

  • Hallo Hanabi,


    danke für Deine ausführliche Analyse. Das ist doch ein gutes Ergebnis, wie man eine betreiberfreundlichere und doch sichere Version gestalten könnte!!!


    Was die Besucherzahlen aus GA angeht, da habe ich technisch absolut keine Ahnung (und nutze keine Filter), aber die Nutzer lt. Adsense haben im gleichen Maße zugenommen wie lt. GA (ca. 100%), wobei die Klickraten für Adsense jedoch unverändert geblieben sind. Das betrifft die Zeiträume vor, während und nach Cookie Consent. Da die Fake Besucher ja nicht klicken, hätten sich während der Cookie Consent Zeit die Klickraten ja eigentlich prozentual verdoppeln müssen oder absolut gesehen gleich bleiben müssen, was aber nicht der Fall war.


    Wenn ich mich nur auf die Besucherquelle Google beziehe, dann haben sich die täglichen Besucherzahlen ohne Cookie Consent sogar (wieder) von ca. 40 auf ca. 800 erhöht. Das kann ja nicht alles Fake sein :-)


    Viele Grüße

    Guido

  • Online-Update für Version 15.3 mit kleinen Änderungen (Resultat der Diskussion oben) ist raus und wird ab ca. 13:00 Uhr verfügbar sein. Ab 13:00 Uhr auf "Extras > Updates suchen" klicken, danach dann STRG-SHIFT-T drücken.


    Was ist neu:

    • Wenn ein Nutzer die Website zum ersten mal besucht, also noch keine Einstellungen gespeichert hat, oder seine Einstellungen wegen erreichen des Verfallsdatums des Cookies weg sind, wird das X zum Schließen nicht angezeigt (und das Nutzen er ESC-Taste blockiert).
    • Die Reihenfolge der Buttons "Einstellungen speichern" und "Alle akzeptieren" wurde vertauscht.
  • Danke Stefan für die schnelle Umsetzung und danke Hanabi für die konstruktive Diskussion!!!


    Bei mir sieht das allerdings noch nicht aus wie beschrieben, trotz "Extras > Updates suchen" klicken, danach dann STRG-SHIFT-T drücken


    Viele Grüße

    Guido

  • Hallo Stefan,


    ich habe das mit dem Update nochmal probiert.

    Obwohl eine Verarbeitung passiert (Daten erfolgreich vom Server aktualisiert und dann nach STRG-SHIFT-T Verabeitung), steht auch nach dem schließen und erneuten öffnen von Zeta weiterhin Version 15.2.0 Express in der Programminfo.

    Wo könnte denn der Fehler des nicht funktionierenden Updates liegen?


    Viele Grüße

    Guido

  • Hallo Guido,


    Seit Dienstag wird die Zeta 15.3 (Versionshinweise) ausgerollt. Durch die erneut veränderte Datenbankbasis werden die Probleme mit der Access-Database-Engine umgangen. Gleichzeitig bietet die 15.3 einige neue Features. Beides wird vermutlich zu erhöhten Nachfragen auch im Forum führen. Damit der Andrang nicht zu groß wird (neudeutsch: "flatten the curve"), wird der Updatehinweis in Zeta erst in etwa zwei Wochen geschalten. Ein manuelles Update kann bereits jetzt vorgenommen werden, hierzu einfach die aktuelle Version downloaden und installieren.


    Nachtrag: das Widget wurde nur für die 15.3 geändert.